Hochwasserpass zur Risikoeinschätzung von Gebäuden

Das Hochwasser Kompetenz Centrum Köln (HKC e. V.) hat gemeinsam mit dem GdV ein Instrument zur individuellen Gefahrenabschätzung von Wohn- und Gewerbegebäuden entwickelt („Hochwasserpass").

Gebäudeeigentümer und -nutzer können sich damit deutschlandweit ein Bild über ihr individuelles Überschwemmungsrisiko machen. Hierfür bietet der Hochwasserpass folgende Analyseschritte an:

Gerade der letzte Schritt ist in der aktuellen Diskussion um die Flutereignisse 2013 von großer Bedeutung: Er ermöglicht exponierten Risiken erstmals strukturiert individuelle Präventionsmaßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. Damit schließt der Hochwasserpass eine lange offene Lücke in der Hochwasserprävention.

Zugleich kann der Hochwasserpass im Underwritingprozess die objektive und transparente Bewertung der Gefahrenmomente des zu versichernden Objektes erleichtern. Darauf aufbauend können Präventionsmaßnahmen mit dem Versicherungsnehmer abgestimmt und der Versicherungsvertragsumfang individuell angepasst werden.

  • Sensibilisierung der potentiell betroffenen Gebäudeeigentümer gegenüber Gefahren durch Hochwasser, Starkregen und Rückstau.
  • Strukturierte Selbsteinschätzung durch den Bürger (Mieter, Eigentümer oder Gewerbetreibender).
  • Darauf aufbauende Beurteilung von Sachkundigen und Darstellung von Schadenverhütungshinweisen im Hochwasserpass.

In der Anlage erhalten Sie einen weiterführenden Überblick über die Ziele und Funktionsweise des Hochwasserpasses.

Bei Fragen zum Hochwasserpass können Sie sich direkt an das HKC wenden:

Die vom HKC zertifizierten Sachkundigen sind auf der Webseite www.hochwasser-pass.de gelistet, die Interessenten den Weg zum regional nächst gelegenden Fachexperten weist. Eine Beauftragung erfolgt individuell zwischen Sachkundigen und Gebäudeeigentümer. Je nach Aufwand der zu bewertenden Gebäude (Besichtung vor Ort, Zusammenfassung mehrerer Anlieger in einen Arbeitsvorgang) wird mit Koste nvon 165-660 € gerechnet.