Geschäftsverlauf 2018

Die Beitragseinnahmen der Interlloyd waren im abgelaufenen Geschäftsjahr mit – 1,3 Prozent (Vj. 1,1 Prozent Zuwachs) leicht rückläufig. Nachdem in den letzten Jahren teilweise deutliche Beitragssteigerungen verzeichnet wurden, führten ein spürbarer Produktionsrückgang sowie geringere Beitragsanpassungen zu einem negativen Beitragswachstum im Berichtsjahr. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 59.769 T€ (Vj. 60.586 T€).

Wie bereits zuvor erläutert, wurde der Schadenaufwand des abgelaufenen Geschäftsjahres in der Versicherungsbranche unter anderem durch das Sturmtief „Friederike“, welches zu Beginn des Jahres über Deutschland zog, belastet. Auch die Interlloyd blieb in 2018 von diesem Extremwetterereignis nicht unbeeinflusst. Dies führte vor allem in der Sparte Verbundene Wohngebäudeversicherung zu einem Anstieg der Schadenmeldungen um mehr als 800 Fälle. Über alle Versicherungszweige legten die gemeldeten Geschäftsjahresschäden gegenüber dem Vorjahr um etwa 2 Prozent zu. Zusätzlich führte eine negative Entwicklung der gemeldeten Geschäftsjahres-Großschäden zu einer weiteren Belastung des Bruttoschadenaufwands. Gegenüber dem Vorjahr wurde insbesondere der Versicherungszweig der Allgemeinen Unfallversicherung von einer gestiegenen Anzahl von Großschadenmeldungen für Geschäftsjahresschäden belastet, sodass der Bruttoschadenaufwand allein durch Großschäden in Summe um 1.082 T€ zulegte. Insgesamt stieg der Bruttoschadenaufwand um circa 3.030 T€ auf 30.402 T€. Die Bruttoschadenquote erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5,5 Prozentpunkte auf 50,8 Prozent.