Geschäftsbericht 2011

Der aktuelle Geschäftsbericht für das Jahr 2011 liegt vor.

Erneut konnte die Interlloyd ein deutlich über dem Marktdurchschnitt liegendes Beitragswachstum erzielen und somit den Expansionskurs der vergangenen Jahre fortsetzen. Trotz eines wettbewerbsintensiven Versicherungsmarkts und teilweise schwierigen finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen lag der Prämienanstieg bei 4,5 Prozent. Damit konnte das gute Vorjahresergebnis von 4,0 Prozent übertroffen werden. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen beliefen sich auf 42,5 Millionen €.

Gleichzeitig konnte die Gesellschaft ihre Ertragskraft auf einem konstant guten Niveau halten und überzeugte mit erfreulichen versicherungstechnischen Kennziffern. Die Schaden-Kosten-Quote brutto lag, identisch zum Vorjahr, im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 92,8 Prozent.

Die Interlloyd versteht sich als verlässlicher Maklerspezialist im Kompositbereich. Langfristige und partnerschaftliche Maklerverbindungen und eine überdurchschnittliche Servicebereitschaft im Innen- und Außendienst stehen für die Gesellschaft im Mittelpunkt. Das konsequente Ausrichten von Produktentwicklung und Vertriebsaktivitäten an den Bedürfnissen der Makler und Kunden sowie die professionelle und serviceorientierte Antrags- und Schadenbearbeitung waren erneut ein wesentlicher Baustein zum erreichten Erfolg. Die Gesellschaft bietet modulartigen Deckungsschutzaufbau in den Sparten Unfall, Hausrat, Wohngebäude und Haftpflicht sowie für das individuelle Firmenkundengeschäft an. Das auf das anspruchsvolle Gewerbesegment erweiterte Produktspektrum zeigte sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr als Wachstumstreiber. Vor allem im Firmenkundengeschäft konnten überdurchschnittliche Beitragssteigerungen erzielt werden.

Hohe Servicelevels sowie das breite Produktspektrum unterstützen die langfristigen Maklerverbindungen und führen zu einer weiterhin verbesserten Bestandsstabilität. Als Ergebnis dessen konnte die Stornoquote erneut gesenkt werden. Nach einer Reduktion der Quote im Vorjahr um fast 1 Prozentpunkt verbesserte sich das Storno in 2011 um 0,4 Prozentpunkte.

Die Schadensituation der Interlloyd hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Die Bruttoschadenquote lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei sehr erfreulichen 54,3 Prozent, nachdem bereits in 2010 ein mit 56,2 Prozent gutes Schadenergebnis zu beobachten war.

Insbesondere in den bedeutenden Sparten der Unfallversicherung und der Haftpflichtversicherung führten ausbleibende Großschäden zu einem geringeren Schadenaufwand. Zusätzlich maßgeblichen Anteil an diesem positiven Schadenverlauf hatte die Abwicklung von Vorjahresschäden in der Unfallsparte. Darüber hinaus profitierte die Sparte der Verbundenen Gebäudeversicherung von dem Ausbleiben großer Unwetterereignisse, wie beispielsweise 2010 (Xynthia), 2008 (Emma) oder 2007 (Kyrill).

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb im Verhältnis zu den verdienten Bruttobeiträgen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozentpunkte auf 38,5 Prozent gestiegen. Gründe hierfür sind unter anderem in dem wachsenden Geschäftsvolumen sowie der Erhöhung der Mitarbeiter zahl zum Jahresende auf 45 Mitarbeiter zu suchen.

Die Auswirkungen der Schuldenkrise machen sich im versicherungstechnischen Ergebnis der Interlloyd kaum bemerkbar. In diesem Zusammenhang als besonders schadenträchtig zu beurteilende Versicherungszweige, wie beispielsweise die Kreditversicherung, wurden in 2011 nicht betrieben. Die Gesellschaft verfolgt eine konservative Kapitalanlagepolitik. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund der allgemeinen Kapitalmarktentwicklung betrugen für das abgelaufene Geschäftsjahr weniger als 0,1 Millionen €.